tcai1Handlung:

Die Enterprise empfängt einen Notruf. Alpha 06, eine Forschungsstation auf Dreva V, wird von Romulanern angegriffen. Doch als das Schiff eintrifft, findet man nur eine Überlebende – Lt. Julie Wesby. An Bord stellt Dr. Crusher seltsame Veränderungen im Körper des Mädchens fest, die die weitere Starfleetkarriere Julies in Frage stellen.
Eine unerwartete Begegnung an Bord der Enterprise verändert Julies Leben drastisch. Als dann auch noch die Romulaner zurückkehren, stellen sich ihr viele Fragen.
Sie entscheidet sich und kehrt Starfleet den Rücken. Auf Vulkan findet sie die Antworten auf ihre Fragen – und macht dabei eine schreckliche Entdeckung.

T’Cai; 368 Seiten

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Kommentar zur E-Book-Fassung:

T’Cai war mein Erstlingswerk – eine typische „Mary Sue“-Geschichte, die ich heute sicher nicht mehr so erzählen würde. Das bezieht sich insbesondere auf den ersten Teil. Doch ich denke, man sollte als Autor zu seiner Vergangenheit stehen und deshalb ist die hier veröffentlichte Geschichte so, wie ich sie vor mehr als 20 Jahren geschrieben habe, mit all ihren Unzulänglichkeiten und der ein oder anderen vielleicht etwas zu überzogenen oder nicht so gelungenen Darstellung. Wenn ich mal viel Zeit haben sollte, überarbeite ich sie vielleicht doch nochmal.

Die Geschichte bildet den Anfang einer ganzen Reihe weiterer Romane um Julie, Spock und Vulkan. Dabei werden mehrere Star Trek Serien miteinander verknüpft und Einblicke in das Leben abseits der Sternenflotte gezeigt.

 

Textauszug aus T’Cai Buch 1 „Das verlorene Kind“:

Das Mädchen stürmte in Windeseile los, überquerte den Gang und lief weiter. Hinter sich hörte sie die Schritte des Androiden. Beide erreichten sicher die Schaltzentrale.
„Schnell, hier entlang, wir können nicht mit dem Lift nach oben. Die Sicherheitsautomatik würde ihn verriegeln, sobald wir ihn betreten. Die Nottreppe ist unsere einzige Chance.”
Sie betraten einen Nebenraum. Data half Julie eine Deckenluke zu öffnen, dann stiegen beide, Data voran, die Leiter hinauf. Kurz bevor sie oben ankamen, rief sie ihm zu: „Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Luke öffnen. Wir werden sicher von einigen Robotern erwartet.”
Data entriegelte die Luke und hob sie vorsichtig an, den Phaser in Anschlagstellung. Die Warnung des Mädchens bewahrheitete sich. Tödliche Strahlen fauchten über seinen Kopf hinweg. Er zielte ebenfalls und traf. Die Luft roch nach verbranntem Plastik und geschmolzenem Metall. Schnell zog der Android Julie die restlichen Stufen hoch und hinter eine Computerkonsole in Deckung. Es waren keine fünf Meter mehr, die sie noch von der Tür, durch die sie gekommen waren, trennten. Doch davor stand einen Mauer aus sechs Kampfrobotern.
„Es ist besser, ich rufe den Transporterraum und lasse uns raufbeamen”, erklärte Data und aktivierte seinen Kommunikator. Vergebens!
„Das hat keinen Zweck. Sie können uns weder orten noch herauf beamen. Erst wenn wir wieder durch diese Tür sind. Ich sagte doch, dieser Bereich ist besonders geschützt.”
„Ein Magnetfeld?”, fragte er unbeeindruckt.
Das Mädchen schwieg. Er überlegte kurz. Die Schotthälften der Tür begannen sich langsam zu schließen.
„Die Zentralverrieglung! Schnell raus hier, sonst bleiben wir ewig hier drin!” Entgeistert war Julie aufgesprungen. Phasenstrahlen fegten heran. Data hielt direkt auf die Roboter zu und schoß dabei. Sein Körper schützte das Mädchen. Es war eine ungewöhnliche, gefährliche Situation. Mehrmals wurde er von den energetischen Strahlen getroffen. Lange würde sein Körper die Überladung nicht aushalten.
„Wir müssen springen!”, rief das Mädchen.
Beide nahmen Anlauf. Der Androide achtete nicht mehr auf die Phaserstrahlen, die ihn trafen. Julie sprang mit einem elegant anmutendem Hechtsprung durch die Tür, auf den Korridor, rollte sich ab und landete sicher auf den Füßen. Data jedoch stolperte, stürzte hin und blieb genau zwischen den sich schließenden Stahlschotten liegen. Die Phasenstrahlen der übriggebliebenen Roboter fraßen sich tief in seinen Rücken. Es knisterte, und Rauch stieg auf, als der Uniformstoff anfing zu schmelzen. Geistesgegenwärtig kam das Mädchen ihm zu Hilfe. Mit letzten Kräften zog sie den schweren Körper aus den Türhälften heraus, die sich nun mit einem leisen Zischen schlossen.
„Data!” Sie schüttelte seine Schultern und drehte ihn auf den Rücken. „Data wachen Sie auf. Was ist mit Ihnen?”
Doch die Augen des Androiden blieben geschlossen.

Nicht ganz ernst gemeinter Kommentar der Autorin zum obigen Textauszug: Oho, ich glaube da hatte ich damals eindeutig zu viel Perry Rhodan gelesen. 🙂

 

Textauszug aus T’Cai Buch 2 „T’Yars Traum“:

Die letzten Sonnenstrahlen fielen zum Fenster herein, als sie sich noch einmal in der kleinen Wohnung umblickte. Hatte sie auch nichts vergessen? Sie trat zum Fenster. Der Schnee glitzerte rosa in der weiten Ferne der Landschaft. Es sollte der letzte Schnee sein, den sie in ihrem Leben sah. Die junge Frau wandte sich ab, nahm ihr Gepäck, das aus zwei kleinen Taschen bestand, und verließ ohne sich noch einmal umzudrehen den Raum. Vor der Haustür blies ein frostiger Wind und ließ sie erschaudern. Sie beruhigte sich mit dem Gedanken, daß es dort wohin sie gehen würde, immer warm war.
Der Gleiter wartete schon auf sie und brachte sie zum Flugplatz. Das Shuttle stand noch nicht bereit. Sie würde sich gedulden müssen. Es war kalt, selbst in der Wartehalle, die einst für viele Personen bestimmt war. Doch in den letzten Monaten hatte die Anzahl der Fluggäste rapide abgenommen. An manchen Tagen kam überhaupt niemand mehr. Und diese Tage wurden immer häufiger. Deshalb hatte man es vorgezogen nicht mehr zu heizen, um dafür die Energien für andere Zwecke zu nutzen.
Die junge Frau hatte angenommen, der einzige Fluggast zu sein, was sich nun jedoch als Irrtum herausstellte. Ein Mann betrat die Halle. Atemwölkchen umspielten seine Lippen. Ihm war kalt, das sah man ganz deutlich. Er trug einen ähnlichen Anorak aus Mikrofasern wie sie und eine warme Mütze bedeckte den Kopf. Doch die Kälte ließ ihn trotz allem erzittern.
Er blieb vor den Fenstern stehen und sandte einen fast wehmütigen Blick über die Startbahn.
Sie trat näher zu ihm und musste feststellen, dass er älter war, als sie zunächst angenommen hatte. Seine scharfen markanten Züge ließen ihn fremdartig aussehen, ja fast etwas satanisch. Doch die ruhigen Augen waren dunkel und tief.
„Kalt heute, nicht?” Ihre Worte hinterließen weiße Wolken.
„Ja, sehr kalt.” Seine Stimme war angenehm weich und weckte eine wohlige Wärme in ihr.
Das Gesicht des Mannes blieb steinern. Nur beiläufig warf er einen Blick auf die junge Frau neben ihm, die jetzt auch mit traurig leeren Augen hinausschaute. Ihr Haar glänzte golden in der Abendsonne, umkräuselte die blassen mädchenhaften Gesichtszüge. Die blauen Augen verrieten Angst, aber auch Erleichterung.
„Warum fliegen Sie nach Vulkan? Sie müssen doch damit rechnen, nicht so schnell wieder zurückkehren zu können.” Er sprach die Worte aus, die sie schon lange bewegten.
„Ich habe ein Stipendium an der Vulkanischen Akademie der Wissenschaften bekommen…” Sie schwieg einen Moment und setzte dann leiser hinzu: „Aber um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Ich habe das Gefühl, dass es das Schicksal so will.”
Er überlegte. Diese Worte aus dem Mund einer so jungen Frau!? Was ist mit uns passiert? Warum dieser unsinnige emotionale Konflikt?
„Und Sie?” Sie riss ihn aus seinen Gedanken.
„Ich habe Freunde besucht und kehre nun zurück.”
Eine weibliche Stimme drang aus den Lautsprechern der Wartehalle und wies die Passagiere an, sich bereit zu halten.
Draußen setzte das Shuttle zur Landung an.
Schweigen begleitete sie von nun an. Jeder von ihnen hing seinen eigenen Gedanken nach.
Doch beide wussten, dass sie eine gemeinsame Frage verband, die Frage nach dem Warum.