Star Trek trifft auf Perry Rhodan!

 

Ja, richtig gehört. Nachdem ich mich nach langer Zeit wieder ein bisschen in das Urgestein der deutschen Science Fiction eingelesen habe, musste ich einfach etwas dazu schreiben. Allein das Frauenbild, das in den Romanheften der 60er propagiert wurde, ist einfach nur zum Haare raufen. Von der moralischen Seite mal ganz abgesehen. Da überkommt einem als überzeugter Star Trek Fan hin und wieder das nackte Grauen. Da die Story um parallele Welten schon eine ganze Weile in meinem Kopf herumspukt, nahm ich die Chance wahr und baute einfach das Perry Rhodan Universum mit ein. Es gefällt mir die unterschiedlichen Ansichten der Serien aufeinanderprallen zu lassen und dem armen Perry einfach mal eine Frau zu gönnen. Vielleicht wird da ja auch mehr draus, mal sehen.

Die andere Parallelwelt ist die des Star Trek Universums nach J.J. Abrams. Wo ich verzweifelt versuche, ein paar technische und wissenschaftliche Unstimmigkeiten aus den Filmen zu klären, was mir zugegeben noch nicht zur Gänze gelingen will. Aber ich arbeite daran.

Das Star Trek/Perry Rhodan-Crossover „Parallelwelten“ wird der 6. Roman zur T’Cai-Serie werden und wieder mit handgezeichneten Illustrationen aufwarten.

Roman 5, in dem der Cliffhanger aus „Suraks Erben“ aufgelöst wird, erscheint erst im Anschluss. Ist aber für die Handlung von Parallelwelten nicht unbedingt notwendig.

Interessiert? 

(Information für PR-Insider die Geschichte im Rhodan-Universum spielt während und nach der Bedrohung durch die Druuf im Jahr 2043 und 2045 alter Zeitrechnung)

vorab Textauszug:

Rhodan stemmte sich auf die Knie und versuchte die Desorientierung abzuschütteln. Seine Hände stützten sich auf die Deckplatten der Zentrale. Er hob den Kopf und durch die Schlieren in seinen Augen sah er wie seine Männer um ihn herum nach und nach das Bewusstsein zurückerlangten.
Was war geschehen?
Die Erinnerungen tropften nur träge in seinen erwachenden Geist. Ein lähmender Kopfschmerz machte das Denken zur Qual.
„Nottransition erfolgreich!“ Oberst Sikermanns Stimme hallte laut krächzend durch die Zentrale.
„Oh mein Gott, nicht so laut bitte!“ Der Satz kam von einem mittelgroßen Mann mit breiten Schultern, dessen feuerrotes Haar wie eine Bürste vom Kopf abstand. Er hielt sich die Ohren zu und kniff die Augen schmerzerfüllt zusammen.
„Bully!“, röchelte Rhodan und spürte erst jetzt wie trocken seine Kehle war. „Ich fühle mich als hätte ich eine durchzechte Nacht hinter mir“, murmelte er seinem Freund zu.
Der sah ihn aufrichtig an und meinte: „Wem erzählst du das. Ich schwör dir, einen solchen Kater hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht.“
Der Administrator rappelte sich auf und wankte leicht, als er endlich auf den Füßen stand. „Sikermann!“, richtete er sich an den Mann im Kommandostand. „Wo sind wir?“
Der Angesprochenen beugte sich über die Kontrollen. „Kann ich momentan noch nicht sagen, Chef.“
Rhodan warf ihm einen mitfühlenden Blick zu, wahrscheinlich ging es dem Oberst ähnlich wie ihm und eine Positionsberechnung mit einem Schädel so groß wie ein Raumschiff der Imperiums-Klasse war kein Zuckerschlecken. „Finden Sie’s irgendwie heraus!“ Damit drehte er sich um und hielt auf einen der Konturensessel zu. Im Augenwinkel entdeckte er die kleine Gestalt des Mausbibers auf der Couch. Der Ilt war noch immer bewusstlos. „Bully!“, rief er seinem Freund zu, der sich gerade halb aufgerichtet hatte. „Bring Gucky ins Lazarett. Dr. Strömgen soll nach ihm sehen.“
Durch Reginald Bull ging eine erstaunliche Verwandlung. Eben noch schwer angeschlagen am Boden hockend, sprang er plötzlich auf und eilte zu dem Mausähnlichen Geschöpf mit Biberschwanz. Auf seinem Gesicht lag Sorge. Vorsichtig nahm er seinen kleinen Freund auf den Arm und trug ihn aus der Zentrale.
Rhodan ließ sich in einen Konturensessel gleiten und sah sich um. Inzwischen war jeder seiner Männer in der Zentrale erwacht und wieder auf seinem Posten. Einige stöhnten noch leise und hielten sich die Schädel. Der Administrator schloss die Augen. Es sollte ihm helfen die Erinnerungen zurückbringen.
Vor seinem geistigen Auge erschien ein großes würfelförmiges Raumschiff mit drei Kilometern Kantenlänge. Die Fremden hatten sich mit der Drusus einen erbitterten Kampf geliefert, bis sie plötzlich beschleunigt und in einen Wirbel getaucht waren. Rhodan hatte die Verfolgung angeordnet und die Drusus war ebenfalls in das seltsame Phänomen gezogen worden. Als sie wieder herausgekommen waren, wartete das fremde Schiff auf sie und blies ihnen einen Sturm energetischen Feuers entgegen. Die Mannschaft des Imperiumschlachtschiffes, desorientiert und durch den Übergang schwer angeschlagen, konnte nicht so schnell darauf reagieren. Oberst Sikermann tat das Einzige, das in dieser Situation einen Ausweg versprach. Er betätigte den Knopf der Nottransition. Zu diesem Zeitpunkt war schon die Hälfte der Besatzung bewusstlos. Die Drusus ging in einen unkontrollierten Transit ohne das irgendjemand wusste wohin.
Rhodan öffnete wieder die Augen. Zeit! „Kann mir jemand sagen, wie lange wir bewusstlos waren?“, fragte er in die Runde.
Einer der Unteroffiziere meldete: „Laut der Positronik sind seit der Nottransition zwölf Stunden vergangen.“
„Zwölf Stunden?“, wiederholte Rhodan überrascht.
„Zwölf Stunden und sechsundzwanzig Minuten um genau zu sein“, fügte der Unteroffizier hinzu.
Der Terraner atmete schwer. Das waren zwölf Stunden in denen alles Mögliche geschehen sein konnte. „Gibt es fremde Schiffe in der Nähe oder Strukturerschütterungen?“, fragte er den Ortungsoffizier.
Dieser beugte sich über seine Konsole mit den Ortungsschirmen: „Negativ, Sir! Nichts, weder in der unmittelbaren Nähe noch in größerer Distanz.“
Diese Information ließ den Administrator des Solaren Imperiums etwas entspannen. Zumindest drohte ihnen aus dieser Richtung keine Gefahr. „Sikermann, was macht die Positionsbestimmung?“ Er wollte nicht ungeduldig klingen, aber eine innere Unruhe drängte ihn dazu.
„Schwierig, Sir!“, murmelte der Oberst.
Rhodan erhob sich und trat hinter den Mann am Kommandopult. Ein Blick auf die Sternenkonstellationen auf dem Navigationsschirmen ließ keine ihm vertraute Formation erkennen. Sie hätten überall sein können, sogar in einer fremden Galaxis, ohne das sie es anhand der Bilder hätten herausfinden können. Er legte Sikermann, auf dessen Stirn Schweißperlen glänzten, beruhigend eine Hand auf die Schulter. Er durfte den Mann jetzt nicht verrückt machen. „Versuchen Sie es mit dem Galaktischen Zentrum. Messen Sie ein paar Radioquellen an und jagen Sie die Daten durch die Positronik.
Der Oberst nickte. „Gute Idee, Chef!“
Die Tür zur Zentrale öffnete sich und Rhodan drehte sich zu dem Neuankömmling um. Es war Bully, der aus dem Krankenrevier zurückkehrte.
„Alle Mutanten sind bewusstlos. Der Doktor versucht noch herauszufinden, was mit uns passiert ist“, sagte der große Rotschopf, während er näher kam. „Das war eine sehr wirkungsvolle Waffe der Fremden“, murmelte er, als er neben Rhodan stand.
Der Administrator schüttelte leicht mit dem Kopf und ging nachdenklich zu seinem Sessel zurück. „Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass es eine Waffe war. Wenn, dann hätten sie die Fremden schon viel eher einsetzen können.“ Er setzte sich und sein Freund nahm neben ihm Platz. „Was war es dann?“
Rhodan musterte ihn ernst. „Bully, ich habe ein ganz merkwürdiges Gefühl. So als…“
„Ich hab’s!“ Sikermanns Stimme klang triumphierend. Er drehte sich zu den beiden Männern um. „Puhh, wir sind ganz schön weit entfernt von unserem letzten Standort.“
Sofortumschalter Rhodan sprang auf. „Wo genau!“
Der Oberst schaltete das Bild auf den Hauptschirm der Zentrale. Eine Draufsicht der Galaxis wurde sichtbar. Die Position Terras leuchtete als kleines grünes Pünktchen im Außenbereich des Orionarms. Genau auf der Gegenseite der Milchstraße leuchtete die blaue Markierung der Drusus.
„Teufel auch!“, hauchte Bully, „Das sind doch mindestens…“
„70000 Lichtjahre!“, kam ihm Sikermann zuvor.